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Episode #1410. Juni 202470 Min.

#14 WWDC 2024: Apple Intelligence ist da – Siri wird endlich schlau

Apple hat geliefert! Auf der WWDC 2024 wurde Apple Intelligence vorgestellt – Apples eigene AI-Plattform mit On-Device-Fokus, neues Siri und ChatGPT-Integration. Wir analysieren, was das für Nutzer und Entwickler bedeutet.

Zusammenfassung

Der schlafende Riese ist erwacht! Apple hat auf der WWDC 2024 seine AI-Strategie enthüllt: Apple Intelligence. Ein On-Device-first Ansatz, ein komplett überarbeitetes Siri, und eine überraschende Partnerschaft mit OpenAI. In dieser Folge analysieren wir alles, was Apple-Nutzer und iOS-Entwickler wissen müssen.

Themen & Highlights

  • 00:00 Intro: WWDC 2024 – die AI-Keynote, auf die alle gewartet haben
  • 08:00 Apple Intelligence: Was ist es und wie funktioniert es?
  • 25:00 Das neue Siri: Kontextverständnis, App-Integration, natürliche Gespräche.
  • 42:00 ChatGPT-Integration: Warum Apple mit OpenAI kooperiert.
  • 55:00 Für Entwickler: App Intents, Siri Shortcuts und neue AI-APIs.

Deep Dive: Apple Intelligence, Siri 2.0 & die OpenAI-Partnerschaft

Wir hatten es vorhergesagt, aber die Umsetzung übertrifft die Erwartungen. Apple hat nicht einfach "AI" hinzugefügt – sie haben ihre gesamte Plattform um intelligente Features herum neu gedacht. Und das mit dem typischen Apple-Fokus auf Privacy.

Apple Intelligence: Der Überblick

Apple Intelligence ist keine einzelne App, sondern eine systemweite AI-Schicht, die in iOS 18, iPadOS 18 und macOS Sequoia integriert ist. Die Kernprinzipien:

  • On-Device First: Die meisten Aufgaben laufen lokal auf dem Gerät
  • Private Cloud Compute: Komplexe Aufgaben auf Apple-Servern, aber verschlüsselt
  • Persönlicher Kontext: AI versteht deine E-Mails, Kalender, Nachrichten
  • System-Integration: Funktioniert in allen Apps, nicht nur Apple-eigenen

Hardware-Anforderung: A17 Pro oder M1+. Ältere Geräte bekommen Apple Intelligence nicht – ein klassischer Apple-Move, der Upgrades fördert.

Siri 2.0: Endlich ein richtiger Assistent

Das größte Upgrade seit Siris Einführung 2011. Die wichtigsten Änderungen:

  • Natürliche Sprache: Siri versteht Kontext und Folgefragen
  • Tippen statt Sprechen: Siri kann jetzt auch per Text aktiviert werden
  • App-übergreifende Aktionen: "Zeig mir die Fotos vom letzten Urlaub und schick sie an Mama"
  • Bildschirm-Kontext: Siri sieht, was auf dem Screen ist
  • Persönliches Wissen: "Wann landet Mamas Flug?" (aus E-Mails extrahiert)

Die Demo war beeindruckend: Komplexe, mehrstufige Anfragen werden verstanden und ausgeführt. Das ist das Siri, das wir seit 13 Jahren wollten.

"Apple hat verstanden, was Google und OpenAI nicht begriffen haben: Die mächtigste AI ist die, die dich persönlich kennt – ohne deine Daten in die Cloud zu schicken."

Die OpenAI-Überraschung

Die größte Überraschung: Apple integriert ChatGPT direkt in Siri. Wenn eine Aufgabe Apples Modelle übersteigt, fragt Siri, ob sie an ChatGPT weitergeben soll.

Wie es funktioniert:

  • Opt-in: Nutzer muss jedes Mal zustimmen
  • Kostenlos: GPT-4o-Level ohne OpenAI-Account
  • Privacy: Anfragen werden anonymisiert, IP nicht gespeichert
  • Optional: ChatGPT Plus-Nutzer können ihr Konto verknüpfen

Warum macht Apple das? Weil sie realistisch sind: Ihre eigenen Modelle sind (noch) nicht so gut wie GPT-4o. Statt schlechte Ergebnisse zu liefern, greifen sie auf den Besten zurück – mit Privacy-Schutz.

Für Entwickler: Die neuen APIs

Als iOS-Entwickler sind wir besonders gespannt auf:

  • App Intents Framework: Apps können Siri-Aktionen definieren
  • Writing Tools API: Textverbesserung in jeder App integrieren
  • Image Playground: Bildgenerierung als System-Feature
  • Genmoji: Custom-Emojis per Prompt erstellen
  • Translation API: Echtzeit-Übersetzung on-device

Das Beste: Vieles funktioniert automatisch. Apps, die App Intents nutzen, sind sofort Siri-kompatibel – ohne zusätzliche Arbeit.

Writing Tools: AI in jeder Text-App

Eine der praktischsten Features: Writing Tools sind systemweit verfügbar:

  • Rewrite: Text umformulieren (formeller, lockerer, kürzer)
  • Proofread: Grammatik und Rechtschreibung prüfen
  • Summarize: Lange Texte zusammenfassen
  • Key Points: Hauptpunkte extrahieren

Das funktioniert in Mail, Notes, Pages – und jeder Third-Party-App, die Standard-Textfelder nutzt.

Was bedeutet das für das AI-Ökosystem?

Apple Intelligence verändert die Spielregeln:

  • Privacy als Feature: On-Device AI wird zum Verkaufsargument
  • OpenAI als Partner: Nicht Konkurrent, sondern Zulieferer
  • Google unter Druck: Android muss nachziehen
  • Standalone AI-Apps: Weniger relevant, wenn AI im System ist

Fazit

Apple hat gezeigt, wie man AI richtig macht: Tief integriert, privacy-focused, und mit dem Mut, Partnerschaften einzugehen. Für uns als Entwickler bedeutet das neue Möglichkeiten und einen klaren Fokus auf App Intents. Die AI-Ära auf Apple-Plattformen hat offiziell begonnen.

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