#3 OpenAI Sora & Apple Vision Pro – Die Zukunft von Video-AI und Spatial Computing
In Folge 3 analysieren wir OpenAIs bahnbrechendes Text-to-Video Modell Sora und werfen einen ersten Blick auf Apples Vision Pro. Was bedeuten diese Technologien für Creator und Entwickler?
Zusammenfassung
Das neue Jahr startet mit einem Paukenschlag: OpenAI präsentiert Sora, ein Text-to-Video Modell, das die Kreativbranche in Aufruhr versetzt. Gleichzeitig steht der Launch von Apples Vision Pro bevor. In dieser Folge diskutieren Erdem und Onur, was diese Technologien für Filmemacher, Entwickler und die gesamte Tech-Industrie bedeuten.
Themen & Highlights
- 00:00 Intro & Jahresrückblick: Die wichtigsten AI-Entwicklungen 2023
- 06:20 OpenAI Sora: Erste Reaktionen auf die Demo-Videos. Wie funktioniert Text-to-Video?
- 22:00 Auswirkungen auf Hollywood: Werden Filme bald von AI generiert? Diskussion über Chancen und Risiken.
- 35:45 Apple Vision Pro: Spatial Computing erklärt. Warum Apple VR/AR anders angeht.
- 47:00 Entwickler-Perspektive: Neue Möglichkeiten für App-Entwicklung in visionOS.
Deep Dive: Sora, Vision Pro & die nächste Computing-Ära
2024 beginnt mit zwei Technologien, die jeweils für sich genommen revolutionär sind. Zusammen markieren sie möglicherweise den Beginn einer neuen Ära: AI-generierte Inhalte und immersive Interfaces werden zum Mainstream.
OpenAI Sora: Text-to-Video wird real
Als OpenAI die ersten Sora-Demos veröffentlichte, war die Reaktion der Tech-Welt einhellig: Ungläubiges Staunen. Ein-minütige Videos in kinoreifer Qualität, generiert aus simplen Textbeschreibungen. Keine Artefakte, keine unheimlichen Verzerrungen – sondern kohärente Szenen mit konsistenter Physik.
Für die Kreativbranche ist das ein Wendepunkt. Stock-Footage-Plattformen, Werbeagenturen und sogar Hollywood-Studios müssen ihre Geschäftsmodelle überdenken. Wenn ein Regisseur eine Szene beschreiben und in Sekunden generieren kann, verändert das den gesamten Produktionsprozess.
Aber: Sora ist noch nicht öffentlich verfügbar, und die ethischen Fragen (Deepfakes, Copyright, Arbeitsplatzverlust) sind enorm. Wir diskutieren, wie verantwortungsvoller Umgang aussehen könnte.
Apple Vision Pro: Spatial Computing für alle?
Mit der Vision Pro definiert Apple VR/AR neu. Statt "Virtual Reality" spricht Apple von Spatial Computing – und das ist kein Marketing-Gag. Das Gerät ist weniger Gaming-Headset, mehr "Computer, den man trägt".
Für uns als App-Entwickler ist visionOS extrem spannend. Apple bringt sein bewährtes Ökosystem (SwiftUI, Reality Kit) in die dritte Dimension. Apps können jetzt im Raum existieren, nicht nur auf Bildschirmen. Das eröffnet völlig neue Interface-Paradigmen.
Der Preis von 3.499$ ist natürlich eine Hürde. Aber wie beim ersten iPhone wird der Preis sinken, und die Technologie wird sich durchsetzen – wenn Apple Entwickler und Nutzer überzeugen kann.
"Sora und Vision Pro sind zwei Seiten derselben Medaille: AI generiert die Inhalte, Spatial Computing macht sie erlebbar. Die Kombination wird mächtiger sein als jede Technologie für sich."
Was bedeutet das für Entwickler?
Beide Technologien erfordern neue Skills:
- • Prompt Engineering für Video: Die Kunst, präzise Beschreibungen für AI-Videos zu formulieren
- • 3D-UI-Design: Interfaces für den Raum statt für flache Bildschirme
- • Neue Frameworks: visionOS, Reality Kit, und AI-Video-APIs
Bei Bananapie experimentieren wir bereits mit beiden Technologien. In kommenden Folgen werden wir praktische Einblicke teilen und zeigen, wie man heute schon für die Zukunft entwickelt.
Fazit
2024 wird das Jahr, in dem Science-Fiction Realität wird. AI-generierte Videos und räumliche Computer sind keine Konzepte mehr, sondern Produkte. Die Frage ist nicht ob, sondern wie schnell diese Technologien unseren Alltag durchdringen werden.